PAPPENHERSTELLUNG

Pappenerzeugung

Langsiebpappe
Die Faserstoffsuspension wird von der Stoffaufbereitung der Siebpartie zugeführt. Diese besteht aus einem Unter- und einem Obersieb. Für die gleichmäßige Feinverteilung auf dem Untersieb sorgt ein so genannter Stoffauflauf, der quer zu Laufrichtung des Untersiebs einstellbar ist.
Schon zwischen den beiden Sieben wird die Faserstoffsuspension entwässert. Dadurch bildet sich eine endlose Faserschicht die am Ende der Siebpartie vom Sieb abgenommen und zur Pressenpartie geführt wird. Dort wird die nasse Pappenbahn mit Hilfe von Filzen ausgepresst.

Anschließend geht es für die Faserschicht durch den Trocknungsvorgang. Hier wird das noch verbliebene Wasser bis zu einem Restfeuchtegehalt von ca. 7% verdampft. Nach Trocknen und Glätten wird die Bahn entweder aufgerollt oder direkt in Bogen geschnitten.

Wickelpappe
Für diese Pappenart wird die Fasersuspension stark verdünnt. In dieser Zusammensetzung läuft sie auf mehreren Rundsieben auf. Hier erfolgen die so genannte Blattbildung und eine erste Entwässerung durch Pressen.
Diese Faserstofflagen werden nun von einem Filz abgenommen, zu einer Formatwalze geführt und auf dieser zu einer Vollpappe bis zur der gewünschten Dicke aufgewickelt.
Ist das vorgesehene Gewicht bzw. die gewünschte Dicke erreicht, wird die aufgewickelte Vollpappe durch elektrische Steuerung automatisch mit einem Messer quer zur Laufrichtung getrennt. Die so entstandenen Pappebogen durchlaufen anschließend einen Drei-Etagen-Trockner. Ein Längs- und Querschneider bringen Vollpappebogen auf das gewünschte Format.

Schematische Darstellung einer Wickelpappenmaschine